Diese schön geformte Sorte habe ich vor sehr langer Zeit Jahr für Jahr angebaut und nachgezogen. Bis nach 10 Jahren Anbaupause meine Samen nicht mehr keimten. Als ich mit dem Gemüseanbau wieder begann, musste ich die hübschen Hütchen zunächst vermissen.
Bis meine liebe Doro beim Ausführen meiner lieben Schwiegermutter in einer Kirche im Eichsfeld im Jahr 2025 ein Erntedankfest-Arrangement aus verschiedenen Gartenergebnissen entdeckte, mit Bishops Crown Schoten als Deko Tupfern (irgendwie klar im erzkatholischen Eichsfeld, mein Gott, bis in den Garten). Doro meine bekannte Traurigkeit im Hinterkopf, beim Anblick der Entdeckung erfreut, Stibitzen einiger Schoten – nun bin ich wieder Herr der Lage und des Anbaus.
Die Chili ist auf Barbados beheimatet und wächst dort auch wild. Muss schön sein da mit solcher Flora. Zwischen den Rum-Destillen. Also sie muss da wohl aus Gärtnereien ausgebrochen sein, denn es handelt sich um eine menschengemachte Zuchtform von Capsicum baccatum var. pendulum,, die aus Südamerika stammt. Die Bishops Crown wird heute weltweit erfolgreich und gern angebaut.
Die Pflanzen werden ähnlich wie Habaneros etwa 1,5 m hoch mit breit ausladender Krone. Sie tragen sehr reichlich. Die Früchte werden so groß wie eine kleinere Tomate und haben schön bizarr gefaltete Formen wie ein Hütchen mit drei bis vier Zipfeln.
Das Fruchtfleisch ist sehr dünn, die Früchte zart und knackig. Sie schmecken zuerst deutlich süß, recht fruchtig, dann recht scharf, aber noch pur essbar. Ich verwende sie immer im gemischten Chili-Püree oder als Naschwerk im Sommer. Als Deko am Salatbuffet sind sie auch super.
Für’s Trocknen würde ich sie wohl nicht empfehlen. Ihre Stärke ist eher das schöne Fruchtaroma (welches beim Trocknen verlorengeht) als die Schärfe.